Während den letzten fünf Jahren konnten wir die ersten Auswirkungen des Wandels von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft spüren. Im Kanton Solothurn sind während der letzten vier Jahre zwei bedeutende Firmen der Papierindustrie geschlossen worden. In den nächsten vier bis zehn Jahren werden alle Spuren verschwunden sein, die an die Papier-industrie im Kanton Solothurn erinnern. Mein Ziel ist, die Papierindustrie und ihr Nachlass fotografisch zu dokumentieren und die Geschichten der betroffenen Menschen für kommende Generationen zu erhalten. Wie geht es mit den leerstehenden Fabriken weiter? Ich beabsichtige die Areale längerfristig zu beobachten und den Veränderungsprozess in Bildern festzuhalten.

 

Attisholz – ein Blick zurück

Vor vier Jahren wurde im solothurnischen Riedholz die Zellstofffabrik Borregaard geschlossen. Für mehrere hundert Arbeitnehmer bedeutete dies den Verlust ihres Arbeitsplatzes. Sie sind die Leidtragenden des Wandels von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft. Mit rund 450 Angestellten und ca. zwölf verschiedenen Lehrberufen war die Zellstofffabrik der wichtigste industrielle Arbeitgeber im Kanton.

Mit meiner Bildstrecke beleuchte ich den Niedergang der Solothurner Papierindustrie und gebe der Krise ein Gesicht. Die Aufnahmen von leerstehenden Lagerhallen, stillgelegten  Produktions-strassen und  zerstörten Bauten stelle ich den Gesichtern ehemaliger Angestellten gegenüber. Diese persönlichen Geschichten haben mich sehr berührt.

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Vom Auflösen und Veredeln

Geschichten aus der Papierfabrik Biberist

Auch die Papierfabrik Biberist musste seine Produktion einstellen. Viele Mitarbeiter konnten das Ende der Papieri schlecht verkraften, andere wurden an ihrem neuen Arbeitsplatz glücklich. Ihre Geschichten motivierten mich, mit meiner Arbeit den Ehemaligen meinen Respekt zu zeigen und ihre ehemaligen Arbeitsplätze zu dokumentieren. Hier, wo einst Papierzellstoff aufgelöst und hochwertiges Papier veredelt wurde.

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Swiss Casinos

Architektonische Parallelwelten

So vielfälltig und geschichtsträchtig unsere Sakral- oder Profanarchitektur im allgemeinen, so vielfälltig ist auch die Casino Architektur. Denn Schweizer Spielhäuser befinden sich oft in Bauten, die zu einem anderen Zweck errichtet wurden. Aber auch die Neubauten sind durchaus interessant, denn Casinos dürfen oder müssen auffallen und bezaubern.

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